Eingewöhnung in Kindergarten und Kita

Plane Dir genug Zeit ein für die Eingewöhnung Deines Kindes in Kita und Kindergarten.

Die Kitaeingewöhnung – Braucht Zeit in Deutschland

Die meisten Kinder besuchen in Deutschland zwischen dem 1. und 3. Geburtstag eine Kindertagesstätte oder Kita.

Die Eingewöhnung variiert natürlich von Einrichtung zu Einrichtung. Bei der Anmeldung bekommt man genau erklärt wie das Ganze abläuft. In Deutschland ist es jedoch auf keinen Fall so, dass man das Kind einfach am ersten Tag abgibt und die Kita verlässt. Eine Eingewöhnung dauert je nach Konzept zwischen 3 und 8 Wochen. In dieser Zeit ist es wichtig, dass ein Erziehungsberechtigter (oder Oma/Opa) immer für das Kind da ist und zusammen mit dem Kind diese besondere Zeit verbringt.

Der Eintritt in die Kita bedeutet nämlich für ein Kind einen sehr großen Umbruch und verursacht bei allen Beteiligten verschiedene Gefühle – Angst, Stress, Ungewissheit, Freude und neues Vertrauen muss aufgebaut werden.

Gerade deswegen ist es für die ganze Familie wichtig, die Eingewöhnung in die Kita möglichst sanft und verständlich zu gestalten. Gerade Ruhe und die Nähe zu den Eltern helfen den Kindern in der ersten Zeit sehr weiter. 

Das Berliner Modell

In vielen Kitas wird im Rahmen des Erziehungskonzeptes INFANS das sogenannte „Berliner Modell“ zur Eingewöhnung verwendet. Es steht beispielhaft für verschiedene Ansätze der Eingewöhnung.

Hier gibt es insgesamt 3 Phasen:

Während der ganzen Kitazeit hat das Kind von Anfang an ein/e BezugserzieherIn, die der Hauptansprechpartner ist.

  1. In dieser ersten Zeit (ca. 3 Tage) bleibt das Kind mit seiner Bezugsperson (meist Mama oder Papa), die das Kind während der Eingewöhnung begleitet ca. ein bis eineinhalb Stunden in der Gruppe. Es erfolgt noch keine Trennung. Es geht hier darum, dass das Kind die anderen Kinder kennenlernt und sich an den neuen Raum und seine ErzieherInnen gewöhnt. Die Kontaktaufnahme durch Spielangebote erfolgt ohne zu drängen und ohne Druck. Immer wieder kommt es zwischen den ErzieherInnen und den Eltern in dieser Zeit zum Informationsaustausch und zu Rückmeldungen.
  2. Am 4. Tag wird ein Trennungsversuch bis zu 30min durchgeführt. Je nachdem wie das Kind reagiert wird entschieden wie weitergemacht wird. Oft weinen die Kinder bei der Verabschiedung. Dies ist jedoch eine völlig normale Reaktion (Bindungsverhalten). Wenn sich das Kind beim ersten Trennungsversuch nicht trösten lässt, wird die Phase 1 wiederholt und erneut nach 3-4 Tagen ein Trennungsversuch unternommen.
  3. Ab dem Tag nach der erfolgreichen Trennung übernimmt die ErzieherIn schrittweise das Füttern und Wickeln und bietet sich nun verstärkt als Spielpartner und Tröster an. Das Kind beginnt auch in der Kita zu schlafen. Außerdem wird die Dauer der Trennung ausgeweitet. In der Schlussphase ist die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung dabei, muss jedoch jederzeit erreichbar sein.

In dem Moment, wenn das Kind gegenüber seiner/m BezugserzieherIn Bindungsverhalten zeigt, sich also von ihr/ihm trösten lässt und als sichere Basis akzeptiert gilt die Eingewöhnung als erfolgreich.

Wichtig ist, dass immer dieselbe Bezugsperson das Kind begleiten.  Man muss sich und dem Kind Zeit lassen. Zwang darf keiner entstehen. Wenn ihr nach der Eingewöhnung wieder anfangt zu arbeiten, solltet ihr mindestens 8 Wochen Puffer einplanen. Vermeidet während dieser Zeit möglichst zusätzlichen (Freizeit)Stress, weitere Veränderungen oder Unterbrechungen. Gönnt euch nach dem Kita-Besuch möglichst viel Ruhe.

Die Kinder merken recht schnell wenn das Elternteil nervös ist und die Zeit drängt.
Somit gilt hier wie bei vielem : in der Ruhe liegt die Kraft.

Juli 2021 - Gravidamiga 
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